Einen bewussten Konsum ermöglichen

Für unsere Kunden bauen wir unser Angebot an nachhaltigeren Produkten kontinuierlich aus. In unserem CR-Programm haben wir uns verpflichtet, unsere Kunden künftig noch stärker für einen nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren.

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Klar kennzeichnen, einfach erkennen

Eine klare Produktkennzeichnung gibt unseren Kunden Orientierung. So können sie erkennen, ob unsere Produkte aus ökologischem Anbau oder fairem Handel stammen, vegetarisch oder vegan sind beziehungsweise ohne Zusatzstoffe auskommen.

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Verbraucher für Nachhaltigkeit sensibilisieren

Wir nutzen verschiedene Kommunikationsformate, um auf Nachhaltigkeitsthemen aufmerksam zu machen. So möchten wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln fördern und unsere Kunden für eine ausgewogene Ernährung sensibilisieren.

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Spenden, nicht wegwerfen

Trotz sorgfältiger Planung können wir unsere Artikel nicht immer restlos verkaufen. Viele nicht mehr verkaufs-, aber noch verzehrfähige Lebensmittel sowie Sachartikel werden für wohltätige Zwecke gespendet.

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Einen bewussten Konsum ermöglichen

Kunden & Gesellschaft

Der Kunde im Mittelpunkt

Millionen von Kunden kaufen jeden Tag bei ALDI Nord ein. Ihr Vertrauen ist unser wichtigstes Gut: Deshalb können sie sich stets auf das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis von ALDI Nord verlassen. Für unsere Kunden haben wir in den vergangenen Jahrzehnten unser Sortiment immer wieder um innovative Produkte und Services erweitert. Heute finden sie in vielen Ländern der Unternehmensgruppe beispielsweise zahlreiche Bio-Produkte oder Fairtrade-Artikel. Unser Angebot an nachhaltigeren und gesünderen Produkten bauen wir kontinuierlich aus. Dazu übernehmen wir umfassende Verantwortung für unsere Lieferkette.

Im Sinne unseres ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses haben wir uns zudem zum Ziel gesetzt, unseren Kunden einen bewussten Konsum zu ermöglichen. Wir wollen einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln fördern und unsere Kunden für eine ausgewogene Ernährung sensibilisieren. Diese Aufgaben nehmen wir ernst: Dafür nutzen wir unter anderem das Kundenmagazin ALDI aktuell und unsere Webseiten, über die wir viele Verbraucher erreichen. Gleichzeitig erleichtern wir unseren Kunden die Kaufentscheidung durch eine transparente Kennzeichnung unserer Produkte. Einige unserer ökologisch angebauten und sozialverträglich hergestellten Produkte sind auch dank den verschiedenen Eigenmarken wie GutBio oder FAIR für unsere Kunden einfach erkennbar.

Wir möchten nicht nur einen Beitrag zum verantwortungsvollen Konsum unserer Kunden leisten, sondern setzen auch bei unseren eigenen Prozessen an. Deshalb vermeiden wir Lebensmittelüberschüsse und spenden viele noch verzehr-, aber nicht mehr verkaufsfähige Produkte an gemeinnützige Organisationen; in Frankreich wird dies zukünftig gesetzlich vorgeschrieben. So tragen wir zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Dieses Ziel haben wir auch in unserer Corporate Responsibility (CR)-Policy festgehalten.

Klar kennzeichnen, einfach erkennen

Von bio bis fair: nachhaltige Produktalternativen

Die klare Kennzeichnung von ökologisch angebauten oder fair gehandelten Produkten gibt Kunden Orientierung. Verbraucher in Europa erkennen Bio-Produkte vor allem an dem bekannten EU-Bio-Logo. In allen der neun Länder, in denen wir präsent sind, führen wir Produkte mit diesem Logo im Sortiment. Zusätzlich haben wir die Eigenmarke GutBio eingeführt, um Produkte aus kontrolliert ökologischem Anbau noch besser sichtbar zu machen. Sie wird in vier Ländern genutzt. Einige ALDI Nord Gesellschaften verwenden weitere Eigenmarken für Bio-Produkte, zum Beispiel Økolivet in Dänemark. Unser Bio-Angebot bauen wir beständig aus: Unternehmensgruppenweit führten wir 2015 insgesamt 433 Bio-Produkte in unserem Sortiment, allein in Deutschland sogar 125 Artikel. Das Bio-Standardsortiment wird dabei durch Bio-Aktionsartikel und regionale Artikel ergänzt.

EU-Bio-Logo und Fairtrade-Zertifizierung
Anzahl von Eigenmarkenartikeln mit EU-Bio-Logo und Anzahl eingekaufter Eigenmarkenartikel mit Fairtrade-Zertifizierung im Sortiment

20141 2015  
Bio-Artikel Fairtrade-Artikel Bio-Artikel Fairtrade-Artikel
Belgien/Luxemburg2 20 3 56 3
Dänemark 54 5 86 8
Deutschland 100 5 125 15
Frankreich 31 1 45
Niederlande 33 3 66 37
Polen 5 9 1
Portugal 41 2 60 7
Spanien 80 1 105 1
Unternehmensgruppe3 304 14 433 58

1 Für das Jahr 2014 sind nicht für alle Länder Daten zu zentral eingekauften Artikeln verfügbar.
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).
3 Die Einkaufsgesellschaften von ALDI Nord kaufen einzelne Artikel teilweise auch für mehrere Länder, daher kann die Gesamtzahl eingekaufter Artikel niedriger ausfallen als die Summe der Länderaufschlüsselungen.

Fair gehandelte Produkte werden mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Es stellt sicher, dass soziale, ökonomische und ökologische Standards in der Produktion eingehalten werden. Als Lizenznehmer bei TransFair engagiert sich ALDI Nord bereits seit 2012 für den fairen Handel. Unternehmensgruppenweit hatten wir 2015 insgesamt 58 Fairtrade-zertifizierte Produkte in unserem Sortiment. 2015 haben wir für Fairtrade-zertifizierte Produkte die Eigenmarke FAIR eingeführt: So möchten wir die Aufmerksamkeit für sozialverträglich hergestellte Produkte weiter erhöhen. In drei Ländern der Unternehmensgruppe können bereits FAIR-Artikel gekauft werden. In den Niederlanden beinhaltet das FAIR-Sortiment unter anderem Schokolade, Zucker, Bananen und Honig.

Auch andere Nachhaltigkeitsaspekte unserer Produkte machen wir durch eine Kennzeichnung transparent. In unseren Einkaufspolitiken haben wir beispielsweise festgelegt, dass wir Rohstoffe wie Kakao zukünftig ausschließlich aus zertifizierter Herkunft beziehen. Unsere Kunden können dies anhand der entsprechenden Siegel und Logos wie UTZ oder Rainforest Alliance CertifiedTM auf den Produktverpackungen nachvollziehen.

Vegetarische und vegane Produkte klar erkennbar

Uns begegnen unterschiedliche Ernährungswünsche unserer Kunden: Mit einer Auswahl von fleischlosen und rein pflanzlichen Lebensmitteln unterstützen wir daher alle Kunden, die auf eine vegetarische oder vegane Ernährung achten. Die Begriffe vegetarisch und vegan sind bislang gesetzlich nicht definiert. Deshalb kennzeichnen wir entsprechende Produkte seit 2015 unter anderem in Deutschland einheitlich mit dem V-Label – einem internationalen Gütesiegel, das in Deutschland vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) vergeben wird. Es zeichnet Produkte aus, die garantiert kein Fleisch oder Fisch beziehungsweise keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs wie Gelatine enthalten. So erreichen wir ein höheres Maß an Transparenz und geben unseren Kunden eine Orientierungshilfe. 16 Produkte von ALDI Nord führten 2015 das V-Label in Deutschland. Ziel ist, das Sortiment kontinuierlich um weitere V-Label-Produkte zu erweitern sowie eine Eigenmarke zu etablieren.

Anzahl als vegetarisch und/oder vegan gekennzeichneter Artikel im Sortiment und prozentuale Aufschlüsselung nach Ländern (in Prozent)1

Anzahl und Anteil vegetarischer und veganer Artikel

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Einige Eigenmarkenprodukte in unserem Sortiment enthalten nur kleinste Mengen an tierischen Inhaltsstoffen. Die Lieferanten dieser Produkte fordern wir im Rahmen unserer Nationalen Tierwohl-Einkaufspolitik Deutschland schrittweise dazu auf, diese möglichst zu vermeiden. Begonnen haben wir unter anderem mit einer Prüfung verschiedener Säfte, wo Gelatine zur Klärung verwendet werden könnte. So erhöhen wir zusätzlich die Vielfalt für vegetarisch und vegan lebende Kunden.

Für Kunden mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten bauen wir unser Sortiment an laktose- und glutenfreien Produkten kontinuierlich aus. Dies kennzeichnen wir in der Regel mit einem Zusatz zur Produktbezeichnung.

Durchschnittliche Anzahl von Obst- und Gemüseartikeln im Sortiment

2015
Belgien/Luxemburg1 66
Dänemark 90
Deutschland 74
Frankreich 65
Niederlande 75
Polen 65
Portugal 85
Spanien 120
Unternehmensgruppe (Durchschnitt) 80

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Gentechnik: Siegel gibt Sicherheit

Lebensmittel aus genetisch veränderten Organismen (GVO) werden in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert. Daher nutzen wir in Deutschland das Siegel Ohne GenTechnik des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) für Lebensmittel, die bewusst ohne Anwendung von Gentechnik erzeugt wurden. Das Siegel geht über die europäische Gesetzgebung hinaus: Verbraucher können so bei tierischen Produkten wie Milch, Fleisch oder Eiern sicher sein, dass sie nicht von Tieren stammen, die mit Futtermitteln aus GVO gefüttert wurden, beziehungsweise dass die vor der Herstellung der Lebensmittel je nach Tierart vorgeschriebene Fütterungsfrist eingehalten wurden. Im Berichtsjahr konnten wir zwölf Artikel unseres Sortiments mit dem VLOG-Siegel auszeichnen.

Clean Label macht Verzicht auf Zusatzstoffe sichtbar

Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe werden von vielen Verbrauchern hinterfragt. ALDI Nord hat schon vor mehr als 25 Jahren damit begonnen, in vielen Eigenmarkenprodukten auf Lebensmittelzusatzstoffe zu verzichten. Seit 2011 kennzeichnen wir Produkte, bei denen wir bewusst auf einzelne Zusatzstoffe verzichten, in Belgien, Dänemark, Deutschland und Polen mit dem Clean Label. Es signalisiert den Verbrauchern, dass die Produkte ohne Geschmacksverstärker, Aromazusatz oder Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt werden.

Gesündere Produktzusammenstellungen

Wir wollen die ausgewogene Ernährung unserer Kunden fördern, da wo es möglich ist. In einigen Ländern haben wir deshalb begonnen, schrittweise die Zusammensetzung einiger Produkte gemäß den Anforderungen an eine gesunde Ernährung zu verbessern. Mit entsprechenden Kennzeichnungen weisen wir unsere Kunden auf gesündere Produktalternativen hin. In Dänemark kommt beispielsweise das Siegel Schlüsselloch (Nøglehulsmærket) zum Einsatz: Gekennzeichnete Lebensmittel enthalten mehr Ballaststoffe und weniger Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz als vergleichbare Produkte. In den Niederlanden nehmen wir an einer Brancheninitiative teil, die sich für verbesserte Produktzusammenstellungen einsetzt. Ziel der Initiative ist es, Verbrauchern eine gesunde Ernährung zu erleichtern. ALDI Niederlande verändert im Zuge der Initiative nach und nach die Zusammenstellung verschiedener Warengruppen: So konnte bei Fleischwaren bereits der Anteil an Salz und gesättigten Fettsäuren reduziert werden. In einem nächsten Schritt sollen der Salzgehalt bei Suppen und Brühen sowie der zugesetzte Zucker in Milchprodukten verringert werden. Auch in Deutschland senkt ALDI Nord seit 2011 den Salzgehalt der Produkte.

ATC schafft Transparenz über Herkunft

Lebensmittelskandale haben in den vergangenen Jahren Verbraucher verunsichert. Zunehmend hinterfragen sie daher die Herkunft von Lebensmitteln und wünschen sich mehr Transparenz. Mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) entsprechen wir seit 2014 diesen Anforderungen: Unsere Kunden können sich jederzeit online über die Herkunft zahlreicher Produkte informieren – damit gehen wir über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Unter transparenz.aldi-nord.de finden Verbraucher Informationen zu Fleisch- und fleischhaltigen Produkten in den deutschen Filialen: Sie erfahren, wo das jeweilige Tier aufgezogen, geschlachtet, zerlegt und verarbeitet wurde. Auch zu Lieferanten und Produktzertifikaten stehen Informationen zur Verfügung. Über einen QR-Code auf der Produktverpackung gelangen interessierte Kunden direkt zu den Herkunftsinformationen auf der ATC-Internetseite.

Ein Jahr nach der Einführung waren 2015 bereits 207 Fleisch- und fleischhaltige Produkte unserer Eigenmarken in Deutschland mit dem ATC ausgezeichnet. Dies entspricht einem Anteil von 80,5 Prozent aller Fleisch- und fleischhaltigen Artikel. 2016 werden wir die ATC-Plattform auf zwei weitere Warengruppen in Deutschland ausweiten, darunter Fisch- und fischhaltige Produkte. Mittelfristig soll das Angebot in der gesamten Unternehmensgruppe für unsere Kunden verfügbar sein. ALDI Niederlande hat sich in der Nationalen Tierwohl-Einkaufspolitik das Ziel gesetzt, bis Ende 2016 alle Frischfleischprodukte auf ATC umzustellen. Neben dem ATC ermöglicht auch die sogenannte 5D-Kennzeichnung (für frische Hähnchen- und Putenartikel) unseren Kunden in Deutschland, die Herkunft der Produkte nachzuvollziehen; die Niederlande nutzen den Verbraucherservice fTRACE. Rind- und Schweinefleisch aus Frankreich wird bei ALDI Frankreich mit zwei entsprechenden Siegeln gekennzeichnet. Mit dem Dänischen Herzen gekennzeichnete frische Fleischware zeigt unseren Kunden bei ALDI Dänemark, dass die Tiere in Dänemark geboren, aufgewachsen und geschlachtet worden sind.

Anteil an Fleisch- oder fleischhaltigen Eigenmarkenartikeln in Deutschland, die mit ATC versehen sind (in Prozent)

Anteil Artikel mit ATC

Verbraucher für Nachhaltigkeit sensibilisieren

Neben einer klaren Produktkennzeichnung nutzen wir verschiedene Kommunikationsformate, um auf Nachhaltigkeitsthemen aufmerksam zu machen: Dazu gehört vor allem unser Kundenmagazin ALDI aktuell, das mit einer Auflage von über 46 Millionen jede Woche eine große Zahl an Kunden erreicht. Darin informieren wir unsere Kunden zu Produkten, Inhaltsstoffen und Siegeln, aber – je nach Land – auch zu darüber hinausgehenden verbrauchernahen Themen wie Tierwohl. Zudem motivieren wir die Leser mit attraktiven Rezepten zu einem gesunden Lebensstil. In Belgien haben wir unsere Kunden mit zwei Broschüren über Bio-Produkte und Kaffee-Zertifizierungen informiert. Auch auf unseren Unternehmenswebseiten oder mit Aushängen in den Filialen stellen wir Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen bei ALDI Nord bereit. Unsere Kommunikationsmaßnahmen möchten wir noch weiter ausbauen. In unserem CR-Programm haben wir uns deshalb verpflichtet, unsere Kunden künftig noch stärker für einen nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren. Hierfür wollen wir bis zum Jahr 2018 Pilotprojekte entwickeln.

Auflage der Kundenmagazine im Jahresdurchschnitt, aufgeschlüsselt nach Magazinen

2014 2015
Gesamt ALDI aktuell ALDI Reisen Gourmet-Magazin Gesamt ALDI aktuell ALDI Reisen Gourmet-Magazin
Belgien/Luxemburg1 4.656.600 4.656.600 4.654.528 4.654.528
Dänemark 1.813.192 1.712.892 100.300 1.625.739 1.525.639 100.100
Deutschland 43.481.646 22.282.154 1.313.123   19.886.369 43.869.605 22.525.573 1.378.658 19.965.374
Frankreich 9.046.333 9.046.333 9.067.031 9.067.031
Niederlande2 6.673.515 5.239.615 1.433.900 7.346.736 5.400.000 1.946.736
Polen 1.359.256 1.359.256 2.266.180 1.794.060 472.120
Portugal 441.273 441.273 441.760 441.760
Spanien2 3.483.673 1.883.673 1.600.000 2.789.251 1.081.901 1.707.350
Unternehmensgruppe 70.955.488 46.621.796 1.313.123 23.020.569 72.060.830 46.490.492 1.378.658 24.191.680

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).
2 Die Angaben zur Auflage des Gourmet-Magazins für die Niederlande und Spanien beziehen sich auf Themenpublikationen, wie beispielsweise die „Fischwoche“ oder das „Weihnachtsmagazin“.

Gewicht des für Kundenmagazine eingesetzten Papiers auf Jahresbasis (in Tonnen)

2014 2015
Gesamt ALDI aktuell ALDI Reisen Gourmet-Magazin Gesamt ALDI aktuell ALDI Reisen Gourmet-Magazin
Belgien/Luxemburg1 9.756 9.756 10.299 10.299
Dänemark 2.544 2.541 3 2.537 2.535 2
Deutschland 63.017 61.114 739 1.164 65.560 63.299 880 1.381
Frankreich 15.637 15.637 16.253 16.253
Niederlande2 8.113 8.093 20 8.635 8.397 238
Polen 2.259 2.259 2.521 2.512 9
Portugal 751 751 810 810
Spanien2 6.840 6.822 18 2.769 2.590 179
Unternehmensgruppe 108.917 106.973 739 1.205 109.384 106.695 880 1.809

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).
2 Die Angaben zur Tonnage des Gourmet-Magazins für die Niederlande und Spanien beziehen sich auf Themenpublikationen, wie beispielsweise die „Fischwoche“ oder das „Weihnachtsmagazin“.

Landesweite Nachhaltigkeitskampagnen in den Niederlanden

ALDI Niederlande beteiligte sich 2015 an mehreren Kampagnen, um Verbraucher über Nachhaltigkeitsthemen zu informieren und auf entsprechende Produktangebote aufmerksam zu machen. Anlässlich der nationalen Fairtrade-Woche wurden in den niederländischen Filialen beispielsweise Fairtrade- und Bio-zertifizierte Aktionsartikel angeboten und Kunden über die Bedeutung der Siegel aufgeklärt. Außerdem beteiligte sich die ALDI Nord Gesellschaft an der „Bewussten Fischwoche“, die vom Marine Stewardship Council (MSC), dem Aquaculture Stewardship Council (ASC) und dem World Wide Fund For Nature (WWF) Niederlande initiiert wurde. Im Zentrum stand das Thema nachhaltiger Fischeinkauf.

Kundenkommunikation: offener Dialog und schnelle Antworten

Mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen informieren wir unsere Kunden über unsere Produkte, deren Herkunft und unser Nachhaltigkeitsengagement. Wirksamer Kundendialog erfordert aber auch, gut zuzuhören: Deshalb sind wir für unsere Kunden erreichbar und haben uns zum Ziel gesetzt, jede Anfrage in kürzester Zeit zu beantworten: in der Filiale oder über unser Kundenkontaktformular. Wir wollen uns stetig weiter verbessern. ALDI Spanien führt daher bereits regelmäßige Kundenbefragungen durch.

Kundenbindung im spanischen Markt

Kundenbindung im spanischen MarktMit dem landesweit einheitlichen Kommunikationskonzept „Unsere Produkte sprechen für sich“ (Nuestros productos hablan por sí solos) positionieren wir die Marke ALDI im spanischen Markt und stärken das Unternehmensimage. Das Ziel: eine enge Anbindung der Filialen an die umliegenden Gemeinden. Das Konzept enthält verschiedene Aktionsformate zur Eröffnung neuer Filialen. Im Mai 2015 wurden zeitgleich sechs neue ALDI Nord Verkaufsstellen auf Mallorca eröffnet. Ein Event mit großer Breitenwirkung begleitete die Eröffnungen. Unter Anwesenheit des Bürgermeisters und der lokalen Presse fanden Produktverkostungen und ein Show-Cooking in Palma de Mallorca statt. Dabei wurden auch regionale und ökologische Produkte beworben. Zahlreiche Besucher und eine hohe Medienresonanz bestätigten den Erfolg des Konzepts.

Spenden, nicht wegwerfen

Spenden, nicht wegwerfen

Überschüsse vermeiden, nicht mehr verkaufsfähige Waren spenden

Seit Jahren ist es ein wichtiges Anliegen von Umweltorganisationen, Verbraucherschützern und Regierungen, die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern. Wir wollen unsere Kunden für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren. Dabei sind wir nur glaubwürdig, wenn wir auch bei unseren eigenen Prozessen ansetzen. Um Überschüsse zu vermeiden, planen wir unsere Warenbestände sehr gewissenhaft. In Deutschland, Frankreich und Polen bieten wir frische Fleisch- und Fischprodukte kurz vor Ablauf des Verbrauchsdatums zu reduzierten Preisen an. Trotz solcher Maßnahmen und sorgfältiger Planung können wir unsere Artikel nicht immer restlos verkaufen. Verzehrfähige Waren, die unseren Anforderungen an Qualität und Frische nicht mehr genügen, müssen wir aussortieren. In der gesamten Unternehmensgruppe werden viele nicht mehr verkaufs-, aber noch verzehrfähige Lebensmittel sowie Sachartikel gespendet. Viele ALDI Nord Gesellschaften kooperieren dazu mit regionalen gemeinnützigen Organisationen und Tafeln. Im Berichtsjahr spendeten rund 62 Prozent unserer Filialen nicht mehr verkaufs-, aber noch verzehrfähige Lebensmittel. In einigen Ländern werden zudem ungeöffnete Artikel aus den täglich stattfindenden Produktverkostungen sowie Warenmuster gespendet.

Anteil an Filialen, die nicht mehr verkaufsfähige Lebensmittel an karitative Einrichtungen spenden, an der Gesamtzahl von Filialen (in Prozent)

2014 2015
Belgien/Luxemburg1 100,0 100,0
Dänemark 3,6
Deutschland 89,4 98,1
Frankreich
Niederlande
Polen 4,8
Portugal 8,5
Spanien 60,4 76,5
Unternehmensgruppe 56,7 61,5

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

ALDI Portugal engagiert sich beispielsweise seit 2013 am Standort Montijo im „Netzwerk zur Unterstützung mit Lebensmitteln“ (Rede de Apoio Alimentar). Lebensmittel, die nicht an die Verkaufsstellen ausgeliefert werden können, werden an karitative und soziale Einrichtungen des Netzwerks gespendet. 2015 wurde das Engagement auf vier portugiesische Filialen ausgeweitet. Sie gingen Kooperationen mit der deutsch-portugiesischen Wohlfahrtsorganisation Associação de Beneficência Luso-Alemã und mit dem gemeinnützigen Verein Re-Food Portugal ein, der Lebensmittelüberschüsse an Bedürftige verteilt. In Deutschland arbeiten wir vor allem mit den regionalen Organisationen der Tafeln zusammen. ALDI Belgien spendet regelmäßig nicht mehr verkaufsfähige Weihnachts- und Osterartikel in allen Filialen. In Dänemark arbeiten wir mit einem Non-Profit-Restaurant aus Kopenhagen zusammen, das gespendete Lebensmittel verwendet; mit den Einnahmen werden humanitäre Projekte unterstützt. ALDI Spanien spendet seit 2011 regelmäßig Lebensmittel: Spanische Verkaufsstellen kooperieren dabei mit verschiedenen lokalen Organisationen der nationalen Lebensmittelbank. Am Standort Chorzów in Polen werden nicht mehr verkaufs-, aber noch verzehrfähige Lebensmittel sowie Produktmuster an die polnische Caritas abgegeben. ALDI Niederlande arbeitet seit 2016 mit der niederländischen Lebensmittelbank zusammen und hat zunächst in zwei Regionalgesellschaften entsprechende Pilotprojekte gestartet. Diese Partnerschaft soll 2016 weiter ausgebaut werden.

Bis 2017 werden wir eine unternehmensgruppenweite Richtlinie zum Umgang mit nicht mehr verkaufsfähigen Lebensmitteln in den Filialen erarbeiten, um in den Ländern eine einheitliche Herangehensweise sicherzustellen. Dies haben wir in unserem CR-Programm festgelegt.

Sammeln, spenden und unterstützen

Zum gesellschaftlichen Engagement von ALDI Nord gehören neben Lebensmittel- und Sachspenden auch Geldspenden für karitative Organisationen und Projekte. Außerdem arbeiten wir vor allem in Deutschland mit Werkstätten für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung zusammen. Einen wichtigen Beitrag zu diesem Engagement wird zukünftig auch die 2015 gegründete ALDI Nord Stiftungs-GmbH der Unternehmensgruppe ALDI Nord leisten.

ALDI Portugal veranstaltet seit 2009 zudem Verkaufsaktionen für gemeinnützige Zwecke. Dabei können Kunden ALDI Artikel ihrer Wahl nach dem Kauf direkt in der Verkaufsstelle an die lokale Hilfsorganisation Banco Alimentar abgeben. An den beiden Aktionen im Jahr 2015 beteiligten sich jeweils 21 Filialen. In den Jahren 2014 und 2015 unterstützte ALDI Portugal darüber hinaus die Organisation Earth Group: Wasser der Earth Group wurde zugunsten des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen verkauft. Gebrauchte Druckerpatronen aus der Verwaltung spendet ALDI Portugal seit August 2015 an die Stiftung Fundação do Gil. Sie setzt sich für erkrankte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Die Patronen werden zur Wiederverwertung an entsprechende Entsorgungsunternehmen verkauft. Dies ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bringt der Stiftung auch Einnahmen für ihre Sozialprojekte.

Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet sind, stammen aus dem Fairen Handel. In Deutschland vergibt der unabhängige Verein Transfair seit 1992 das Fairtrade-Siegel. Das Ziel ist es, Kleinbauern und Arbeiter in Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und ihre Position auf dem Weltmarkt nachhaltig zu verbessern. Bei der Vergabe des Siegels müssen die internationalen Fairtrade-Standards eingehalten werden, die weitreichende soziale, ökonomische und ökologische Aspekte abdecken.

Das UTZ Programm wurde 2002 in den Niederlanden ins Leben gerufen. Das Ziel: Bauern in den Produktionsländern von Kaffee, Kakao und Tee sollten nachhaltig unterstützt werden, um für ihre Familien bessere Zukunftsaussichten schaffen zu können. In zahlreichen Aus- und Weiterbildungsprogrammen erhalten die Bauern theoretischen Unterricht und praktische Unterstützung in guter landwirtschaftlicher und unternehmerischer Praxis. Weiterhin werden ökologische Maßnahmen beim Anbau und der Ernte gefördert, um die natürlichen Ressourcen im Anbauland zu schonen. Diese vielfältigen Maßnahmen steigern letztlich nicht nur die Qualität der Rohwaren, sondern auch die Effizienz des Anbaus und damit den finanziellen Ertrag der Bauern.

Die internationale Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance wurde 1987 im Kampf gegen die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder gegründet. Das Siegel Rainforest Alliance CertifiedTM mit dem grünen Frosch kennzeichnet Produkte, wie zum Beispiel Kaffee, Kakao, Tee, Bananen oder Zitrusfrüchte, die von nachhaltig anbauenden Farmen stammen. Bauern und Erzeugergemeinschaften müssen dafür die strengen Kriterien des SAN-Standards für nachhaltige Landwirtschaft erfüllen. Sie umfassen Umweltschutz-, soziale und Wirtschaftlichkeitskriterien. Bessere Arbeitsbedingungen für Arbeiter, Zugang zu Schulbildung sowie der Schutz natürlicher Ressourcen, sensibler Ökosysteme und wildlebender Tiere werden hierbei ebenso berücksichtigt wie die Rückverfolgbarkeit der Rohwaren.

Die 5D-Kennzeichnung weist nach, dass sich alle fünf Stufen der Produktion in Deutschland befinden: Die Tiere und ihre Elterntiere müssen in Deutschland geschlüpft und aufgewachsen, mit Futter aus deutschen Futtermühlen ernährt und in Deutschland geschlachtet und verarbeitet worden sein.

fTRACE bietet online detaillierte Informationen darüber, woher das Tier stammt, wo es aufwuchs, wo und wann es geschlachtet, verarbeitet und das fertige Produkt verpackt wurde.

geprüfte Inhalte 2015