Auf dem Weg zu mehr Klima- und Umweltschutz

Wir wollen die Folgen unserer Geschäftstätigkeit auf das Klima und die Umwelt verringern. Mit unseren Maßnahmen setzen wir dort an, wo wir die größten Wirkungen erzielen können – beim Energieverbrauch, in der Logistik, bei Abfällen und Verpackungen.

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Energieeffizienz verbessern

Ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz ist die Verbesserung unserer Energieeffizienz. Das größte Potenzial für Einsparungen liegt in den Bereichen Licht- und Kältetechnik. Zunehmend nutzen wir auch erneuerbare Energien zur Stromerzeugung.

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Unterwegs zu einer klimaschonenden Transportlogistik

Unsere Kunden finden jeden Tag frische Waren und gefüllte Regale vor. Mit optimalen Transportrouten und gebündelten Warenströmen reduzieren wir den Kraftstoffverbrauch unserer Transporte und sparen Treibhausgasemissionen.

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Abfälle vermeiden und wiederverwerten

Abfallvermeidung ist ein wesentliches Ziel unserer nachhaltigen Entwicklung. Wo sich Abfälle bisher nicht vermeiden lassen, werden Wertstoffe einer Wiederverwertung zugeführt.

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Auf dem Weg zu mehr Klima- und Umweltschutz

Auf dem Weg zu mehr Klima- und Umweltschutz

Standorte

Treibhausgasemissionen verringern, Ressourcen schonen

Die Geschäftstätigkeit von ALDI Nord trägt zur Emission von Treibhausgasen bei und beansprucht natürliche Ressourcen: von der Beleuchtung, Beheizung und Wasserversorgung unserer Gebäude über den Transport und die Kühlung unserer Waren bis zur Entsorgung ihrer Verpackungen. Zu unserem ganzheitlichen Verständnis von Nachhaltigkeit gehört, dass wir nicht nur für die Herstellung unserer Produkte Verantwortung übernehmen, sondern in allen Bereichen, in denen sich unser Handeln auswirkt.

Wir wollen die Folgen unserer Geschäftstätigkeit auf Klima und Umwelt verringern. Diesen Anspruch haben wir fest in unserer Corporate Responsibility (CR)-Policy verankert. In unserem CR-Programm haben wir dafür klare Ziele definiert, die wir schrittweise umsetzen. Gemäß dem bewährten ALDI Nord Grundsatz „Konzentration auf das Wesentliche“ setzen wir mit unseren Maßnahmen dort an, wo wir die größten Wirkungen erzielen können: Wir verbessern kontinuierlich unsere Energieeffizienz und bauen den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromversorgung aus. Moderne Logistikkonzepte helfen uns, den Warentransport kürzer und damit klimaschonender zu gestalten. Abfälle reduzieren wir, indem wir in der Logistik zunehmend Mehrwegsysteme einsetzen. Anfallende Verpackungsmaterialien werden zu einem sehr hohen Anteil recycelt und einer weiteren Nutzung zugeführt.

Mit diesen Maßnahmen verkleinern wir nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck, sondern können auch unsere Kosten senken. Zudem stärken wir das Vertrauen unserer Anspruchsgruppen in unser ganzheitliches Engagement.

Fachkompetenz systematisch einbeziehen

Um die Themen Energie, Logistik, Abfall und Wasser zu steuern, setzen wir bei unterschiedlichen Geschäftsprozessen an. Die Fachkompetenz der relevanten Bereiche beziehen wir systematisch ein: Je nach Thema werden die strategischen Konzepte, Ziele und Maßnahmen von den Arbeitskreisen und Fachbereichen sowie der CR-Abteilung entwickelt. Dies verläuft in Abstimmung mit den CR-Verantwortlichen der ALDI Nord Gesellschaften aller Länder. Strategische Konzepte werden bei Bedarf gemäß lokalen Gegebenheiten sowie nationalen Gesetzen angepasst und Maßnahmen eigenverantwortlich umgesetzt. Die Entwicklung zu einer klimaschonenderen Logistik wird durch den Fachbereich Logistik, der 2015 innerhalb von ALDI Einkauf neu geschaffen wurde, zusammen mit dem Arbeitskreis vorangetrieben. Auch mit den ALDI Nord Gesellschaften in den Ländern findet ein Austausch zu diesem Thema statt.

Damit wir unsere Ziele erreichen können, müssen Klimaschutz und Ressourceneffizienz fest in unserem täglichen Handeln verankert sein. Die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe sind dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Die ALDI Nord Gesellschaften sensibilisieren sie daher für ein bewusstes Verhalten im Alltag: Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Themen Beleuchtung und Mülltrennung. In Spanien finden beispielsweise Schulungen zum energieeffizienten Betrieb der Klimaanlagen, zur bedarfsgerechten Beleuchtung und zur Vermeidung von Wärmeverlusten zwischen beheizten und gekühlten Räumen statt. Auch in Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Portugal sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter, wie sie mit einfach umzusetzenden Maßnahmen in den Filialen und in der Logistik Energie sparen können.

Gesetzliche Vorschriften und Richtlinien stellen hohe Anforderungen an den betrieblichen Klima- und Umweltschutz. Geplante Neuregelungen nehmen wir frühzeitig in den Blick und werden auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus tätig. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung der Umweltvorschriften der Europäischen Union (EU): Hierzu gehören unter anderem die EU-Verordnung Nr. 517/2014 über fluorierte Treibhausgase, die Änderung der EU-Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (94/62/EG) und die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (2012/27/EU). In Deutschland sind auch die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) für uns relevant.

Energieeffizienz verbessern

Auswertung des Energieverbrauchs zeigt Einsparpotenzial auf

Ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz ist die Verbesserung unserer Energieeffizienz. Um zu ermitteln, in welchen Bereichen wir am meisten Energie sparen können, ist eine genaue Kenntnis unseres Verbrauchs unabdingbar. Deshalb werten wir diese Daten seit Jahren regelmäßig in den einzelnen ALDI Nord Gesellschaften aus. Seit 2015 bündeln wir diese Aktivitäten in der zentralen CR-Datenerfassung für den Nachhaltigkeitsbericht. Den Verbrauch erfassen wir nach Geschäftsprozessen und schlüsseln ihn nach Energieträgern auf. Zudem ermitteln wir die Emissionen, die aus unserem Verbrauch resultieren. Zukünftig werden die Verbrauchsdaten gemeinsam von der CR-Abteilung und dem Fachbereich Immobilien und Expansion ausgewertet, um Maßnahmen abzuleiten.

Direkter Energieverbrauch in Gebäuden und der Logistik, aufgeschlüsselt nach Energieträgern (in MWh)1

Der größte Teil des direkten Energieverbrauchs geht auf die Nutzung von Erdgas zur Wärmeerzeugung sowie von Diesel als Kraftstoff in der Logistik zurück. Der Gesamtverbrauch ist leicht gegenüber 2014 angestiegen. Dies ist vor allem auf einen erhöhten Erdgasverbrauch durch einen kälteren Winter in einigen Ländern sowie den Ausbau von Standorten zurückzuführen.

  2014 2015  
Belgien/Luxemburg2 99.607 109.350
Dänemark 18.309 19.783
Deutschland 370.237 385.846
Frankreich 142.110 144.412
Niederlande 76.905 80.119
Polen 9.092 12.896
Portugal 989 1.013
Spanien 4.199 4.171
Unternehmensgruppe 721.448 757.590

1 Die Daten beruhen zum Teil auf Schätzungen und Hochrechnungen.
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Direkter Energieverbrauch nach Quellen 2015

Erdgas 409.455
Heizöl 26.672
Biogas 154
Diesel (inkl. Diesel Generatoren) 320.808
Benzin 67
Flüssiggas 434

Strom- und Fernwärmeverbrauch (in MWh)1

Der Stromverbrauch unserer Standorte ist mit knapp 923 GWh für den größten Teil des Energiebedarfs verantwortlich. Er ist mit rund drei Prozent nur unwesentlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Erhöhung beruht unter anderem auf längeren Betriebszeiten in den niederländischen Logistik- und Verwaltungsstandorten sowie der Ausstattung von Filialen in Spanien mit zusätzlichen Kühltruhen und Backautomaten.

2014 2015
Gesamt Strom Fernwärme Gesamt Strom Fernwärme
Belgien/Luxemburg2 87.581
87.581 87.895
87.895
Dänemark 49.605
38.758
10.847
48.751
39.659
9.092
Deutschland 456.809
441.748
15.061
443.473 429.008
14.465
Frankreich 157.429
157.429
178.092
178.092
Niederlande 75.566
74.831
735
79.138 78.119 1.019
Polen 13.671
12.444
1.227
17.394
16.110
1.284
Portugal 12.479
12.479
14.113
14.113
Spanien 67.928
67.928
79.694
79.694
Unternehmensgruppe 921.068
893.198
27.870
948.550
922.690
25.860

1 Die Daten beruhen zum Teil auf Schätzungen und Hochrechnungen.
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 (in Tonnen CO2-Äquivalente)

Die Treibhausgasemissionen wurden auf Basis der Energie- und Kraftstoffverbräuche sowie Kältemittelverluste ermittelt. Die Berechnung folgt den Anforderungen des Greenhouse Gas (GHG) Protocols, unter Verwendung der DEFRA-Emissionsfaktoren 2015 beziehungsweise GEMIS 2015 für die Emissionen aus Fernwärmebezug. Für die Emissionen aus dem Stromverbrauch in Deutschland wurde der spezifische Emissionsfaktor des Energielieferanten zugrunde gelegt. Der Gesamtwert setzt sich zusammen aus direkten (Scope 1) und indirekten Emissionen (Scope 2). Während die Scope-2-Emissionen aufgrund gesunkener Emissionsfaktoren leicht zurückgegangen sind, haben sich die direkten Emissionen leicht erhöht. Grund ist unter anderem die umfassendere Datenbasis zu Emissionen aus Kältemittelverlusten 2015 gegenüber 2014. Hinzu kommt ein gestiegener Erdgasverbrauch, der zu einer Erhöhung der Scope-1-Emissionen führt.

2014 2015
Gesamt Scope 11 Scope 22 Gesamt Scope 11 Scope 22
Belgien/Luxemburg3 55.209 37.536 17.673 68.806 51.585 17.221
Dänemark 23.509 9.963 13.546 23.601 10.862 12.739
Deutschland 381.697 113.483 268.214 377.082 118.004 259.078
Frankreich 77.520 67.917 9.603 79.299 68.856 10.443
Niederlande 74.042 46.780 27.262 58.727 30.671 28.056
Polen 12.308 2.174 10.134 32.112 19.196 12.916
Portugal 5.163 1.382 3.781 5.512 1.529 3.983
Spanien 25.344 5.596 19.748 35.225 12.237 22.988
Unternehmensgruppe 654.792 284.831 369.961 680.364 312.940 367.424

1 Scope 1: Emissionen aus direktem Energieverbrauch Gebäude, Kraftstoffverbrauch Logistik und Kältemittelverlusten.
2 Scope 2: Emissionen aus Strom- und Fernwärmeverbrauch.
3 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 anteilig nach Quellen (in Prozent)Standorte: Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 nach Quellen 2015

Wie im Einzelhandel typisch, können wir in unseren Verkaufsstellen am meisten Energie bei der Beleuchtung und Kühlung sparen. Auch in unseren Logistikzentren liegt großes Potenzial für Einsparungen in der Kältetechnik. Dies wurde nicht zuletzt in den gesetzlich vorgeschriebenen Energieaudits bestätigt, die wir Ende 2015 in ausgewählten ALDI Nord Gesellschaften in Belgien, Deutschland, Dänemark und Frankreich durchgeführt haben (siehe Interview zum Energieaudit). Dafür wurde der Energieverbrauch detailliert nach Verbrauchsstellen wie Tiefkühltruhen, Backautomaten, Klimaanlagen, Heizungen, Warmwasseraufbereitung und Bürobeleuchtung aufgeschlüsselt. Bei ALDI Niederlande wurde Ende 2015 mit der Durchführung der Energieaudits begonnen. In Spanien traten entsprechende gesetzliche Regelungen Anfang 2016 in Kraft – daher arbeitet ALDI Spanien zurzeit mit externen Dienstleistern an der Umsetzung der Energieaudits.

Um das Potenzial für weitere Steigerungen unserer Energieeffizienz zu ermitteln, entwickeln wir derzeit ein Konzept für ein Energie-Monitoring- und Managementsystem. Es ermöglicht eine sehr detaillierte Auswertung aktueller Energieverbräuche und wird bis 2017 fertiggestellt sein.

Außerdem bilden sämtliche Verbrauchsdaten die notwendige Grundlage, um ein Konzept zur systematischen Reduktion unserer CO2-Emissionen zu entwickeln. Dieses wird bis 2017 die vielfältigen Klimaschutzmaßnahmen der Unternehmensgruppe zusammenführen.

Im Zuge der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes führt ALDI Nord seit Dezember 2015 Energieaudits in einem vierjährigen Rhythmus durch. 2015 haben sechs ALDI Nord Gesellschaften und ALDI Einkauf stellvertretend für alle deutschen Gesellschaften Energieaudits umgesetzt. Heinz-Bernd Eden, Geschäftsführer der Regionalgesellschaft in Greven, erläutert die Hintergründe.

Das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) wurde 2015 novelliert. Was hat sich für Unternehmen geändert?

Eden: Das Gesetz hat die Energieeffizienzrichtlinie der EU in nationales Recht umgesetzt. Ziel der Richtlinie ist es, die Energieeffizienz in Europa bis 2020 um 20 Prozent zu steigern. Die weitreichendste Änderung für Unternehmen besteht darin, dass Energieaudits für große Unternehmen seit Dezember 2015 gesetzlich verpflichtend und ab dann alle vier Jahre zu erneuern sind.

Was genau ist eigentlich ein Energieaudit?

Eden: Ein Energieaudit im Sinne des EDL-G ist die systematische Inspektion und Analyse der Energieströme eines Unternehmens. Es schafft Transparenz und hat zum Ziel, Energieeffizienzpotenziale aufzudecken und diese zu heben. Die Ergebnisse werden in einem Bericht erfasst. Das Audit muss der Europäischen Norm DIN EN 16247-1 entsprechen.

Das klingt ziemlich theoretisch …

Eden: Für uns am Anfang auch! Deswegen haben wir zusammen mit einem Energiedienstleister eine Workshopreihe für eine Stichprobe aufgesetzt, bei der wir sechs Gesellschaften und ALDI Einkauf einbezogen haben. Diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ umfasste fünf Workshops, die Plausibilisierung unserer Daten durch zertifizierte und akkreditierte Auditoren vor Ort sowie einen geprüften Bericht.

Was haben die Teilnehmer in den Workshops gelernt?

Eden: Dank der Workshopreihe konnten alle Teilnehmer den Energiebezug auf Verbraucherebene erfassen – ob es sich nun um Tiefkühltruhen, Backautomaten, Klimaanlagen, Heizungen, Warmwasserbereitung oder schlicht die Bürobeleuchtung handelt. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer in die Lage versetzt, Ansätze für Energieoptimierungen zu identifizieren.

Was passiert mit den Ergebnissen des Energieaudits?

Eden: Wir überlegen derzeit, eine Energiesparfibel für Verkaufsstellen und Logistikzentren mit Tipps rund um das Thema Energiesparen zu entwickeln. Auch das Thema Beleuchtung steht bei uns ganz oben auf der Agenda. Hierzu läuft bereits ein Pilotprojekt in Osnabrück-Belm.

Vielen Dank für das Gespräch!

Beleuchtung und Kühlung als zentrale Hebel für Einsparungen

Wir wollen den Energieverbrauch in den Gebäuden unserer Filialen, Logistikzentren und der Verwaltung verringern. Das größte Potenzial für Einsparungen liegt in den Bereichen Licht- und Kältetechnik. Deshalb setzen viele unserer Maßnahmen hier an. Bereits 2013 haben wir ein Projekt zur energetischen Optimierung unserer Filialen in Deutschland aufgesetzt. Langfristiges Ziel ist es, unternehmensgruppenweit in unseren neuen Filialen auf fossile, nicht erneuerbare Brennstoffe weitgehend zu verzichten. Dies erproben wir derzeit in einem Pilotprojekt in Deutschland.


EFFIZIENTE BELEUCHTUNG MIT LED-TECHNOLOGIE

LED-Lichtsysteme verbrauchen bis zu 50 Prozent weniger Strom als unsere bisherige Beleuchtung. Bereits heute wird LED vielfach im Außenbereich und bei Werbeanlagen verwendet. Ab 2016 wird LED in allen neuen Verkaufsstellen zur Innenbeleuchtung eingesetzt. Bis 2019 prüfen wir für die gesamte Unternehmensgruppe die schrittweise Umrüstung aller bestehenden Filialen und Logistikzentren auf LED. Das Energiesparpotenzial von LED wurde in Pilotfilialen bestätigt, die vollständig auf LED umgestellt wurden. Auch erste Logistikzentren – beispielsweise in Belgien – wurden vollständig mit LED-Beleuchtung ausgestattet. ALDI Portugal eröffnet 2016 die erste Verkaufsstelle mit einem LED-Lichtsystem für die Innenbeleuchtung.

Um den Energieverbrauch für die Beleuchtung weiter zu verringern, nutzen wir seit 2015 in den Lagern und Nebenräumen neu errichteter Filialen eine bedarfsangepasste Beleuchtung. Sie wird über Bewegungs- und Wärmemelder automatisch an- und abgeschaltet. In den Filialräumen sorgen außerdem bodentiefe Fenster für viel Tageslicht. Dies reduziert den Einsatz von künstlicher Beleuchtung und spart zusätzliche Energie.

Unser neues Filialkonzept: helle, energieeffiziente Räume

Die neuen Filialen von ALDI Nord bieten unseren Kunden und Mitarbeitern mit einer durchschnittlichen Größe von 1.000 bis 1.200 Quadratmetern deutlich mehr Platz. Bodentiefe Fenster lassen viel Tageslicht hinein und verringern den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Wo diese dennoch nötig ist, werden ab 2016 nur noch energieeffiziente LED-Lampen eingesetzt. In Belgien eröffnete 2011 in Mariakerke die erste Filiale nach dem neuen Konzept. Unternehmensgruppenweit wurden ab 2012 erste neue Filialen nach diesem Konzept geplant.

Energiebedarf der Kältetechnik verringern

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt für mehr Klimaschutz ist die Kältetechnik. Viele unserer Waren werden gekühlt oder tiefgekühlt. Dies sind energieintensive Prozesse. Um diesen Verbrauch zu verringern, setzen wir unter anderem selbstabtauende Kühltruhen ein. Außerdem werden die Kühltruhen mit LED-Systemen beleuchtet. LED-Systeme verbrauchen nicht nur weniger Strom, sondern erzeugen auch weniger Wärme als herkömmliche Lichtsysteme. So können wir den notwendigen Energiebedarf der Tiefkühlung zusätzlich reduzieren. 2013 haben wir begonnen, diese Technologien in neuen Truhen zu verwenden. Bei unseren offenen Kühlregalen kommt seit Jahren eine Kälteschleier-Technologie zum Einsatz, die die Kälte nach außen abschirmt. Zudem werden die Regale nach Ladenschluss mit Nachtrollläden verschlossen. Der Einsatz von Glastüren kann im Vergleich den Energieverbrauch erhöhen. Grund hierfür ist das häufige Öffnen und Schließen der Türen durch Kunden. Mit energiesparenden Verdichtern und Lüftern konnten wir den Stromverbrauch der Kühlregale zusätzlich um vier bis sechs Prozent senken. Die beschriebenen Technologien kommen neben Deutschland auch in anderen Ländern der Unternehmensgruppe zum Einsatz.

Kältemittel: Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen

Die Kühlung unserer Produkte erfordert auch den Einsatz von Kältemitteln. Die meistverwendeten Kältemittel haben allerdings ein hohes Treibhauspotenzial: Sie können in die Atmosphäre austreten (Leckage) und so zur globalen Erwärmung beitragen. Eine vergleichende Analyse unserer Emissionsquellen ergab, dass rund 20 Prozent unserer Treibhausgasemissionen auf entweichende Kältemittel zurückgehen.

Leckagen lassen sich nach heutigem Stand der Technik nicht vollständig vermeiden. Zusätzlich zu regelmäßigen Dichtigkeitsprüfungen führen wir deshalb an unseren deutschen Standorten ein digitales Monitoringsystem ein. Das System ermöglicht durch eine digitale Datenerfassung und -auswertung einen schnellen Überblick über alle Kühlanlagen. So können Leckageraten gesenkt werden. Seit 2014 haben wir das Leckage-Monitoringsystem MobiLec in einem Pilotprojekt in der Regionalgesellschaft Scharbeutz getestet. Alle Kältemittelleckagen können seitdem von den Monteuren direkt aus der Verkaufsstelle in das System eingegeben werden. Auf diese Weise konnten wir dort 2015 die Leckagerate auf rund ein Prozent senken.

Gleichzeitig ersetzen wir die bisherigen Kältemittel zunehmend durch klimaschonendere Alternativen – bisher in Deutschland, Dänemark und Polen. Dort stellen wir alle Kühl- und Tiefkühltruhen schrittweise auf das natürliche Kältemittel Propan um. Dessen Treibhauspotenzial ist 1.300 Mal geringer als das des gebräuchlichen Kältemittels R404A. In Deutschland konnten bereits rund 50 Prozent der Kältemittel umgestellt werden. Zudem planen wir derzeit, in zwei Filialen in Deutschland den Einsatz von CO2 als Kältemittel zu testen. In Dänemark nutzen wir zur Kühlung auch Propylenglykole und Wasser. Das Treibhauspotenzial von CO2 und Propylenglykol ist noch geringer als das von Propan. Da in Portugal aufgrund des wärmeren Klimas andere Anforderungen an die Kühlung bestehen, wird der Einsatz von klimaschonenderen Alternativen noch geprüft. In unseren Logistikzentren wird bislang häufig noch R404A eingesetzt. Auch hier wollen wir verstärkt auf CO2 umstellen. In einem Pilotprojekt in Greven erproben wir derzeit den Einsatz eines Eisspeichers: Damit kann Energie, die aus Fotovoltaik gewonnen wird, bedarfsgerecht gespeichert und dadurch die Energieeffizienz der Kälte-und-Wärme-Verbundanlage erhöht werden.

Mit Abwärme Heizenergie einsparen

In derzeit 65 Filialen in Deutschland nutzen wir die Abwärme unserer Systeme zum Heizen. Dafür setzen wir Wärmerückgewinnungsanlagen ein, die Wärme aus der Abluft der Lüftungsanlagen für die Beheizung der Gebäude nutzbar machen. Auch in anderen Ländern der Unternehmensgruppe kommt die Technik in ausgewählten Filialen zum Einsatz: bei ALDI Niederlande seit 2013, in Polen seit 2014 sowie in Frankreich ab 2016.

In Deutschland nutzen wir in rund 80 Filialen zudem sogenannte Kälte-und-Wärme-Verbundanlagen. Sie sind zusätzlich mit den Kühlaggregaten verbunden, um deren Abwärme zu nutzen. Außerdem ermöglichen sie eine tagesaktuelle Auswertung des Energieverbrauchs aller Geräte und helfen uns, die Effizienz der Anlagen zu überwachen. Durch diese Technologien können wir den notwendigen Bedarf an Wärmeenergie pro Filiale deutlich senken. In Belgien wird das System seit 2015 eingesetzt und 2016 auf weitere Filialen ausgeweitet.

Sonnenenergie zur Stromerzeugung

Um unsere Treibhausgasemissionen zu verringern, verbessern wir nicht nur unsere Energieeffizienz: Zunehmend nutzen wir auch erneuerbare Energien zur Stromerzeugung. Seit 2012 statten wir in einigen Ländern immer mehr Gebäude mit Fotovoltaikanlagen aus. Im Jahr 2015 erreichten alle installierten Anlagen der Unternehmensgruppe zusammen eine Nennleistung von rund 14.000 kWp. Damit produzierten wir etwa 7.800 MWh Strom – so viel, wie 1.950 Einfamilienhaushalte in Europa im Jahr durchschnittlich verbrauchen. So haben wir den Ausstoß von etwa 4.680 Tonnen CO2 vermieden.

Den Strom, den die Fotovoltaikanlagen erzeugen, nutzen wir nur zum Teil selbst. Im Jahr 2015 lag der Anteil bei rund 64 Prozent. Überschüssige Energie, die wir nicht selbst nutzen, speisen wir in das Stromnetz ein – zum Beispiel wenn im Sommer mehr Strom erzeugt wird, als wir verbrauchen können. Derzeit erproben wir an den deutschen Standorten eine neue Anordnung der Solarmodule, damit sie über den Tag verteilt eine gleichmäßigere Leistung erbringen können. Durch eine Kombination mit Kälte-und-Wärme-Verbundanlagen können wir den genutzten Eigenanteil an der erzeugten Solarenergie erhöhen. Dies senkt nicht nur unsere CO2-Emissionen, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll.

Wie wir erneuerbare Energien innovativ nutzen

In einer neuen ALDI Nord Filiale im westfälischen Greven kommt seit November 2015 eine Kälte-und-Wärme-Verbundanlage kombiniert mit Energiespeichern zum Einsatz. Das Konzept beruht auf einer Lösung, die wir in unserem Projekt Total Energy entwickelt haben. Die Filiale ist außerdem mit einer optimal zur Sonne ausgerichteten Fotovoltaikanlage ausgestattet, die auch morgens und abends gleichmäßiger Strom erzeugen kann. Um überschüssige Energie – zum Beispiel aus den Mittagsstunden – zu anderen Zeiten zu nutzen, verwenden wir moderne Speichertechnologien: Eisspeicher und Betonkernaktivierung. So können wir weitgehend auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten.

Installierte Leistung von Fotovoltaikanlagen (in kWp)

2014 2015
Belgien/Luxemburg1 181 438
Dänemark 25 35
Deutschland 6.745 11.432
Frankreich
Niederlande 111
Polen
Portugal 866
Spanien 73 732
Unternehmensgruppe 7.024 13.614

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Sonnige Aussichten in Portugal: Fotovoltaikanlagen liefern Strom für Filialen und Elektroautos

ALDI Portugal nahm im Oktober 2015 in der Filiale in Marinha Grande erstmals eine Fotovoltaikanlage in Betrieb. Ein Vergleich der Zählerstände zeigte nach einem Monat: Der Bezug von Strom aus dem Netz ging um 61 Prozent zurück. An weiteren acht Verkaufsstellen wurden inzwischen ebenfalls Fotovoltaikanlagen installiert. Nach Genehmigung durch das portugiesische Wirtschaftsministerium sollen diese 2016 ans Netz gehen. 2016 plant ALDI Portugal außerdem, im Zuge eines Pilotprojekts eine Ladestation für Elektroautos auf dem Kundenparkplatz einer Filiale einzurichten. Der Fotovoltaikstrom wird hierfür als Quelle genutzt.

Erzeugter Strom aus Fotovoltaikanlagen und Eigenverbrauch (in MWh)

2014 2015  
erzeugter Strom Eigenverbrauch erzeugter Strom Eigenverbrauch
Belgien/Luxemburg1 38 37 275 205
Dänemark 10 10
Deutschland 3.744 2.194 7.093 4.383
Frankreich
Niederlande 190 166
Polen
Portugal 25 25
Spanien 73 65 205 174
Unternehmensgruppe 3.855 2.296 7.798 4.963

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Niederlande: grüner Strom aus erneuerbaren Quellen

ALDI Niederlande ist Mitglied eines Branchenabkommens des niederländischen Lebensmittelhandelsverbands (Centraal Bureau Levensmiddelenhandel – CBL). Gegenstand dieses Branchenabkommens ist es unter anderem, dass ALDI Niederlande sich dazu verpflichtet hat, mindestens zehn Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu beziehen – zusätzlich zu dem bestehenden Anteil erneuerbarer Energie im Energiemix des Landes. Insgesamt wurden rund 7.800 MWh zertifizierter Grünstrom eingekauft.

Unterwegs zu einer klimaschonenden Transportlogistik

Unsere Kunden sollen jeden Tag frische Waren und gefüllte Regale vorfinden. Dies stellen wir mit einer effizienten Warenlogistik sicher. Wir nutzen optimale Transportrouten und bündeln unsere Warenströme dort, wo es sinnvoll ist. Dadurch reduzieren wir den Kraftstoffverbrauch unserer Transporte und sparen Treibhausgasemissionen. Zusätzlich verringern wir unseren Kraftstoffbedarf durch die Montage von Dachspoilern, die den Luftwiderstandswert unserer Transportfahrzeuge reduzieren, sowie durch die Verwendung einer rollwiderstandsarmen Bereifung. Darüber hinaus prüfen wir in Deutschland alternative Antriebe für unsere Transportfahrzeuge.

Unternehmensgruppenweit transportierten wir 2015 Waren mit einem Volumen von rund 29 Millionen Europaletten-Stellplätzen zwischen unseren 74 Logistikzentren und über 4.800 Filialen. Diese Transporte führen wir überwiegend selbst durch. Dazu unterhalten wir einen Fuhrpark von 1.620 Lkw. Der Eigenbelieferungsanteil der Unternehmensgruppe ALDI Nord beträgt 89 Prozent – so haben wir einen unmittelbaren Einfluss auf die Logistikprozesse. Nur in Polen, Portugal und Spanien betreiben wir keinen eigenen Fuhrpark. Der Kraftstoffverbrauch unserer Logistik hatte 2015 einen Anteil von 19 Prozent an unserem Energiebedarf und verursachte rund 13 Prozent unserer CO2-Emissionen. Mit 99 Prozent machte Diesel den größten Teil unseres Kraftstoffverbrauchs aus.

Anzahl Fahrzeuge zum Stichtag 31.12. nach Fahrzeugart

2014 2015
Anzahl Lkw Anzahl Pkw weitere Fahrzeuge1 Anzahl Lkw Anzahl Pkw weitere Fahrzeuge1
Belgien/Luxemburg2 213 180 7 217 185 8
Dänemark 55 86 5 56 89 5
Deutschland 914 850 73 909 909 74
Frankreich 236 310 27 238 314 23
Niederlande 201 184 8 200 188 8
Polen 65 2 64 2
Portugal 37 1 41 1
Spanien 144 159
Unternehmensgruppe 1.619 1.856 123 1.620 1.949 121

1 Dazu zählen Flurförderfahrzeuge und Fahrzeuge mit Treibgasantrieb.
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Kraftstoffverbrauch von Lkw, Pkw und weiteren Fahrzeugen (in Litern beziehungsweise Kilogramm Treibgas)

2014 2015
Diesel1 (l) Benzin (l) Treibgas (kg) Diesel1 (l) Benzin (l) Treibgas (kg)
Belgien/Luxemburg2 3.991.141 4.215.607
Dänemark 1.428.007 304 924 1.513.990 913
Deutschland 16.346.023 9.856 20.435 16.335.662 7.368 21.365
Frankreich 5.640.054 10.498 5.858.537 9.737
Niederlande 3.553.070 3.575.724
Polen 148.367 781 144.629 1.386
Portugal 98.623 400 100.883 600
Spanien 406.376 404.581
Unternehmensgruppe 31.611.661 10.160 33.038 32.149.613 7.368 34.001

1 Inklusive Verbrauch von Heizöl zum Betrieb von Kühlmotoren (außerhalb Deutschlands).
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Um unseren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, arbeiten wir kontinuierlich an einer Optimierung der Belieferung unserer Filialen: Die Lkw von ALDI Nord sollen unsere Logistikzentren grundsätzlich nur vollbeladen verlassen. Mit einer effizienten Routenplanung verringern wir zudem die Zahl der notwendigen Fahrten. Künftig werden wir die Warenbewegungen mithilfe eines neuen Warenwirtschaftssystems noch besser analysieren können – 2015 wurde es in einer unserer Regionalgesellschaften in Deutschland bereits erfolgreich erprobt. Bis 2017 wollen wir in Deutschland den Einsatz von alternativen, klimaverträglicheren Fahrzeugantrieben prüfen.

Abfälle vermeiden und wiederverwerten

Abfallvermeidung ist ein wesentliches Ziel unserer nachhaltigen Entwicklung. Wo sich Abfälle bisher nicht vermeiden lassen, werden Wertstoffe einer Wiederverwertung zugeführt. In einigen Ländern sind wir dazu auch gesetzlich verpflichtet. Der größte Teil der Abfälle im Lebensmitteleinzelhandel besteht aus Transportverpackungen und nicht mehr verkaufsfähigen Lebensmitteln. Dies bestätigen auch die Ergebnisse unserer Datenerfassung: Mit rund 83 Prozent machen Verpackungsabfälle den größten Teil des gesamten Abfalls von ALDI Nord in Deutschland aus.

Abfallaufkommen nach Abfallart (in Tonnen)1

Die Abfallmenge in Deutschland blieb gegenüber 2014 weitgehend konstant, wobei der größte Teil unseres Abfallaufkommens auf Verpackungsabfälle zurückgeht. Gefährliche Abfälle machen mit 493 Tonnen nur rund 0,3 Prozent der gesamten Abfallmenge aus. Hierzu zählen vor allem Altöl, Ölfilter, Fahrzeugbatterien und Leuchtstoffröhren, die Quecksilber enthalten. Der Geltungsbereich der Erfassung soll für den nächsten Nachhaltigkeitsbericht auf weitere Länder der Unternehmensgruppe ausgeweitet werden.

2014 2015
Deutschland Deutschland
gefährliche Abfälle 490 493
Papier/Pappe/Karton 426 432
Siedlungsabfall2 20.006 22.129
Abfälle aus der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln3 6.859 8.173
Verpackungsabfälle 156.461 156.658
    davon Folie/Kunststoffe 3.966 4.063
    davon Pappe/Papier 121.024 121.331
    davon PET 31.471 31.264
gebrauchte Geräte 39 70
Gesamtabfallmenge 184.281 187.955

1 Die Daten enthalten Hochrechnungen.
2 Gewerbliche Abfälle. Hierzu zählen unter anderem „Restmüll“, verpackte Lebensmittel, Sperrmüll, Holz und Metallschrott.
3 Hierzu zählen Abfälle aus dem Kantinenbetrieb und Bake-off-Ware.

Abfallmengen anteilig nach Entsorgungsart in Deutschland (in Prozent)1

Die Verwertungsquote von 98,4 Prozent wurde exklusive Deponierung und Massenverbrennung berechnet.

Abfallmengen nach Verwertungsmethoden 2015 1 Die Zuordnung zu den Entsorgungsarten basiert zum Teil auf Schätzungen beziehungsweise Hochrechnungen.
2 Inklusive Verbrennung zur Energierückgewinnung.

Zur Abfallvermeidung setzen wir bei unseren Transportverpackungen überall, wo es wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, Mehrwegsysteme ein. Die meisten unserer Obst- und Gemüseprodukte transportieren wir in Mehrwegkisten anstelle der herkömmlichen Kartonverpackungen. Das System wird in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Portugal genutzt; in Spanien wurde es Anfang 2016 eingeführt.

Um unsere Produkte beim Transport ausreichend zu schützen, sind Einwegverpackungen in vielen Fällen jedoch unverzichtbar. Für solche Produkte nutzen wir in Deutschland Folien und Kartons aus recycelbaren Materialien, um diese einer Wiederverwertung zuführen zu können: Bei den deutschen Regionalgesellschaften lag der Anteil wiederverwerteter Transportverpackungen 2015 bei 100 Prozent. Die Verwertungsquote aller nicht gefährlichen Abfälle erreichte im gleichen Zeitraum über 98 Prozent.

Die ALDI Nord Tragetasche: Symbol für Qualität zum niedrigen Preis

Die ALDI Nord Tragetasche: Symbol für Qualität zum niedrigen Preis

Langlebig und ressourcenschonend hergestellt: Die Permanent-Tragetasche ergänzt seit 2014 unser Sortiment an Schlaufentrage- und Tiefkühltaschen sowie Backwarentüten und Knotenbeuteln für Obst und Gemüse. Zur Herstellung der Permanent-Tragetasche werden überwiegend gebrauchte PET-Flaschen verarbeitet. 2015 verkauften wir mehr als sechs Millionen Exemplare der Permanent-Tragetasche an unsere Kunden.

Auch die etwas kleinere Schlaufentragetasche gehört seit Jahren in den Ländern der Unternehmensgruppe ALDI Nord zum Straßenbild. Sie wird ebenfalls ressourcenschonend aus recyceltem Kunststoff gefertigt, wobei der Recyclinganteil mindestens 80 Prozent beträgt. Zum Einsatz kommen Altfolien aus gebrauchten Transportverpackungen, die unter anderem aus unserer Logistik stammen. Seit mehr als fünfzehn Jahren ist sie mit dem Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert. 2016 prüfen wir die Einführung von weiteren nachhaltigeren Tragetaschenalternativen in unseren Filialen.

Anzahl ausgegebener Tüten nach Art (in Tausend)

2014
Tragetaschen Permanent-Tragetaschen TK-Taschen Backwarentüten Knotenbeutel
Belgien/Luxemburg1 9.137 433 314
Dänemark 6.199 95 55 14.048 3.584
Deutschland 47.371 1.036 837 109.632 147.711
Frankreich 11.306 553 817 23.266 5.600
Niederlande 7.138 432 191
Polen 1.809    – 20.365
Portugal 3.447 105 11 2.562 8.448
Spanien 9.079 242 46 22.258
Unternehmensgruppe 95.486 2.896 2.271 171.766 185.708

 

2015
Tragetaschen Permanent-Tragetaschen TK-Taschen Backwarentüten Knotenbeutel
Belgien/Luxemburg1 8.729 963 310 7.615
Dänemark 6.459 79 48 14.473 3.678
Deutschland 46.627 1.753 878 118.652 184.744
Frankreich 9.813 2.345 844 46.265 10.500
Niederlande 6.392 465 192
Polen 2.202 39 25.760
Portugal 1.725 157 11 2.373 10.206
Spanien 9.079 216 46 23.160
Unternehmensgruppe 91.026 6.017 2.329 212.538 234.888

1 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Gewicht eingesetzter Materialien für Primärverpackungen (in Tonnen)1, 2

2014 2015
Gesamt Holz, Pappe, Papier Kunststoffe Weitere Gesamt Holz, Pappe, Papier Kunststoffe Weitere
Belgien/Luxemburg3 103.862 21.769 32.260 49.833 106.850 22.418 33.356 51.076
Dänemark 4.606 863 1.204 2.539 5.000 882 1.323 2.795
Deutschland 610.449 85.166 175.408 349.875 584.192 83.163 177.909 323.120
Frankreich 17.623 2.127 3.336 12.160 15.002 2.431 3.004 9.567
Niederlande 98.970 11.660 22.169 65.141 97.233 12.368 22.747 62.118
Polen 7.873 2.874 1.672 3.327 8.658 2.715 2.066 3.877
Portugal 1.228 226 295 707 2.075 506 558 1.011
Spanien 15.514 1.464 5.522 8.528 20.125 4.857 6.354 8.914
Unternehmensgruppe 860.125 126.149 241.866 492.110 839.135 129.340 247.317 462.478

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
3 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Gewicht eingesetzter Materialien für Sekundärverpackungen (in Tonnen)1, 2

2014 2015
Gesamt Holz, Pappe, Papier Kunststoffe Weitere Gesamt Holz, Pappe, Papier Kunststoffe Weitere
Belgien/Luxemburg3 29.312 28.560   722   30   17.666   17.005   661  
Dänemark 756   739   12   5   717   704   10   3  
Deutschland 153.942   146.200   4.786   2.956   155.262   147.096   4.755   3.411  
Frankreich 4.116   4.038   59   19   3.154   3.058   86   10  
Niederlande 27.411   26.737   610   64   26.133   25.508   622   3  
Polen 267   260   7   284   280   4  
Portugal 330   306   24   447   401   44   2  
Spanien 9.751   8.339   993   419   12.037   10.707   1.147   183  
Unternehmensgruppe 225.885   215.179   7.213   3.493   215.700   204.759   7.329   3.612  

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
3 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Unsere Warenbestände planen wir sorgfältig. Dennoch können wir Lebensmittel mit kürzeren Mindesthaltbarkeitsdaten nicht immer restlos verkaufen. Filialen, die im Einzugsgebiet einer karitativen Einrichtung liegen, spenden daher viele der nicht mehr verkaufs-, aber noch verzehrfähigen Lebensmittel. Der Anteil der Verkaufsstellen, die Lebensmittel an Hilfsorganisationen abgeben, lag in Deutschland im Jahr 2015 bereits bei 98 Prozent, in Spanien bei 77 Prozent. Auch in anderen Ländern spenden wir: In den Niederlanden startete 2016 beispielsweise ein Pilotprojekt in zwei Regionalgesellschaften. In Frankreich ist dies gesetzliche Pflicht – daher verfolgt ALDI Frankreich das Ziel, bis 2017 durch Spenden und Wiederverwertung keine Abfälle mehr zu erzeugen. 2017 werden wir eine Richtlinie zum Umgang mit nicht mehr verkaufsfähigen Lebensmitteln einführen, um die Spendenpraxis unternehmensgruppenweit weiter auszubauen und zu standardisieren.

Nachhaltigere Produktverpackungen mit Lieferanten entwickeln

Nicht nur bei Transportverpackungen, auch bei Produktverpackungen legen wir Wert auf eine umweltverträgliche Gestaltung. Deshalb definieren wir im Einkaufsprozess, dass unsere Lieferanten für die Verpackung unserer Waren möglichst nachhaltige Materialien verwenden sollen, wo es sinnvoll ist, und beispielsweise auf den Einsatz von PVC und Verbundmaterialien verzichten. Bei Holz, Pappe und Papier liegt unser Fokus auf recycelten Materialien und Rohstoffen aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. 2015 waren 14 Prozent unserer Produktverpackungen und rund 21 Prozent unserer Umverpackungen mit Papierbestandteilen mit einem Nachhaltigkeitssiegel zertifiziert. Eine geplante Einkaufspolitik soll 2017 unternehmensgruppenweit das Thema Verpackungen regeln, um die Anteile von recycelten und zertifizierten Materialien zu erhöhen.

Anteil eingekaufter Eigenmarkenartikel, deren Primärverpackung mit Rohstoffen aus FSC®– oder PEFC-zertifizierten Wäldern hergestellt wurde, aufgeschlüsselt nach Zertifizierungsart (in Prozent)1, 2, 4

2014 2015
Gesamt davon FSC®-pure davon FSC®-mix davon PEFC Gesamt davon FSC®-pure davon FSC®-mix davon PEFC
Belgien/Luxemburg5 2,6 100,0 2,3 100,0
Dänemark 19,4 8,3 83,4 8,3 18,3 90,9 9,1
Deutschland 18,4 6,8 71,2 37,9 22,5 6,1 80,7 30,9
Frankreich 19,5 100,0 27,3 100,0
Niederlande3 52,1 10,5 80,3 9,2 51,1 11,2 83,8 5,0
Polen 9,5 100,0 8,6 100,0
Portugal 13,5 100,0 14,9 100,0 12,5
Spanien 7,2 16,0 78,7 5,3 9,1 17,8 75,9 6,3
Unternehmensgruppe 11,6 7,2 77,1 26,2 13,9 6,6 80,8 21,9

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Artikel, die mit mehreren Siegeln zertifiziert sind, werden in der Aufschlüsselung unter allen betroffenen Kategorien aufgeführt, in der Gesamtzahl aber nur als ein Artikel gezählt. Deshalb kann die Summe der Aufschlüsselungen über 100 Prozent liegen.
3 Für die Niederlande wurden die Anteile auf Basis von Gewichtsangaben berechnet, da hierfür präzisere Werte vorlagen. Aufgrund der Unterschiede in der Methodik wurden die Werte nicht in die Berechnung des gruppenweiten Werts einbezogen.
4 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
5 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Anteil eingekaufter Eigenmarkenartikel, deren Sekundärverpackung mit Rohstoffen aus FSC®– oder PEFC-zertifizierten Wäldern hergestellt wurde, aufgeschlüsselt nach Zertifizierungsart (in Prozent)1, 2, 4

2014 2015
Gesamt davon FSC®-pure davon FSC®-mix davon PEFC Gesamt davon FSC®-pure davon FSC®-mix davon PEFC
Belgien/Luxemburg5 2,8 92,9 7,1 3,3 94,1 5,9
Dänemark 13,0 100,0 30,0 21,5 100,0 17,6
Deutschland 26,4 4,3 98,5 12,3 29,0 3,4 99,0 14,2
Frankreich 12,9 100,0 16,0 100,0
Niederlande3 12,2 53,9 44,1 2,0 45,7 6,1 93,9
Polen 14,5 100,0 15,0 100,0
Portugal 17,1 100,0 8,3 17,4 100,0 8,3
Spanien 20,5 14,3 66,0 19,7 17,7 17,9 65,8 16,3
Unternehmensgruppe 19,8 6,4 89,4 14,5 20,7 6,3 90,0 14,0

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Artikel, die mit mehreren Siegeln zertifiziert sind, werden in der Aufschlüsselung unter allen betroffenen Kategorien aufgeführt, in der Gesamtzahl aber nur als ein Artikel gezählt. Deshalb kann die Summe der Aufschlüsselungen über 100 Prozent liegen.
3 Für die Niederlande wurden die Anteile auf Basis von Gewichtsangaben berechnet, da hierfür präzisere Werte vorlagen. Aufgrund der Unterschiede in der Methodik wurden die Werte nicht in die Berechnung des gruppenweiten Werts einbezogen.
4 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
5 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Anteil eingekaufter Eigenmarkenartikel mit Holz, Pappe oder Papier in der Primärverpackung, die mit recycelten Rohstoffen hergestellt wurde, aufgeschlüsselt nach Zertifizierungsart (in Prozent)1, 2 ,4

2014 2015
Gesamt davon Blauer Engel davon FSC®-recycelt davon PEFC-recycelt davon ohne Kennzeichnung Gesamt davon Blauer Engel davon FSC®-recycelt davon PEFC-recycelt davon ohne Kennzeichnung
Belgien/Luxemburg5 0,9 25,0 25,0 100,0 0,6 33,3 33,3 33,3 66,7
Dänemark 1,6 100,0 5,0 66,7 33,3
Deutschland 7,4 5,7 18,9 7,5 86,8 8,5 6,5 17,7 83,9
Frankreich 7,3 33,3 100,0 11,4 20,0 20,0 80,0
Niederlande3 25,7 0,7 1,4 100,0 20,2 0,1 0,1 0,1 99,9
Polen 0,6 100,0 100,0 4,9 12,5 87,5 12,5
Portugal 5,6 66,7 33,3
Spanien 8,1 96,7 62,6 3,3 9,9 97,5 56,5 2,5
Unternehmensgruppe 5,6 6,2 40,8 26,9 62,4 7,0 5,6 48,6 19,5 52,2

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Artikel, die mit mehreren Siegeln zertifiziert sind, werden in der Aufschlüsselung unter allen betroffenen Kategorien aufgeführt, in der Gesamtzahl aber nur als ein Artikel gezählt. Deshalb kann die Summe der Aufschlüsselungen über 100 Prozent liegen.
3 Für die Niederlande wurden die Anteile auf Basis von Gewichtsangaben berechnet, da hierfür präzisere Werte vorlagen. Aufgrund der Unterschiede in der Methodik wurden die Werte nicht in die Berechnung des gruppenweiten Werts einbezogen.
4 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
5 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Anteil eingekaufter Eigenmarkenartikel mit Holz, Pappe oder Papier in der Sekundärverpackung, die mit recycelten Rohstoffen hergestellt wurde, aufgeschlüsselt nach Zertifizierungsart (in Prozent)1 ,2, 4

2014 2015
Gesamt davon Blauer Engel davon FSC®-recycelt davon PEFC-recycelt davon ohne Kennzeichnung Gesamt davon Blauer Engel davon FSC®-recycelt davon PEFC-recycelt davon ohne Kennzeichnung
Belgien/Luxemburg5 7,0 2,9 45,7 60,0 7,2 2,7 48,6 59,5
Dänemark 46,8 44,4 61,1 39,2 38,7 67,7
Deutschland 25,3 0,8 33,7 0,4 70,3 25,1 0,8 37,1 0,4 66,0
Frankreich 42,9 20,0 83,3 42,7 28,1 75,0
Niederlande3 77,7 0,2 5,3 94,7 24,0 0,05 47,1 0,05 52,8
Polen 50,0 3,2 51,6 51,6 46,7 3,6 39,3 71,4
Portugal 45,7 40,6 65,6 40,6 39,3 71,4
Spanien 19,4 77,0 23,2 19,9 17,5 75,3 32,0 21,6
Unternehmensgruppe 20,0 1,2 50,8 6,0 50,8 19,2 1,2 51,4 8,2 49,1

1 Die Daten basieren zum Teil auf Hochrechnungen.
2 Artikel, die mit mehreren Siegeln zertifiziert sind, werden in der Aufschlüsselung unter allen betroffenen Kategorien aufgeführt, in der Gesamtzahl aber nur als ein Artikel gezählt. Deshalb kann die Summe der Aufschlüsselungen über 100 Prozent liegen.
3 Für die Niederlande wurden die Anteile auf Basis von Gewichtsangaben berechnet, da hierfür präzisere Werte vorlagen. Aufgrund der Unterschiede in der Methodik wurden die Werte nicht in die Berechnung des gruppenweiten Werts einbezogen.
4 Ohne Angaben zu Artikeln, die von Dänemark, Frankreich und Portugal national eingekauft wurden. Die für diese Länder angegebenen Mengen wurden über Deutschland zentral eingekauft. Für von Polen eingekaufte Artikel wurden Primär- und Sekundärverpackungen zusammen als Primärverpackungen erfasst.
5 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Sorgsamer Umgang mit der Ressource Wasser

Der Betrieb einer Filiale von ALDI Nord erfordert in der Regel weniger Wasser, als ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt benötigt. In der gesamten Unternehmensgruppe haben wir 2015 etwa 548.300 Kubikmeter Wasser verbraucht, davon rund 432.000 Kubikmeter in unseren Filialen. Zum Wassersparen setzen wir auf effiziente Technik: Beispielsweise kommen in den meisten Ländern Backautomaten zum Einsatz, die sich ohne Wasserzusatz selbst reinigen. Außerdem nutzen wir sparsame Reinigungsautomaten mit effizienter Dosiertechnik und biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln zur Verminderung der Abwasserbelastung. In Spanien achten wir bei der Auswahl der Bepflanzung der Anlagen darauf, dass wir klimatisch angepasste Pflanzen mit einem geringen Wasserbedarf pflanzen. Um Ansatzpunkte für die weitere Verbrauchsreduzierung zu finden, analysieren wir regelmäßig die Daten an unseren Standorten.

Wasserverbrauch (in Kubikmeter)1

Der Wasserverbrauch hat sich mit einem Anstieg von sieben Prozent leicht gegenüber 2014 erhöht. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine Erhöhung des Verbrauchs in unseren Verkaufsstellen (unter anderem durch Leckagen) sowie den Bezug neuer Standorte – beispielsweise durch die Erweiterung unserer Verwaltungsstandorte in Deutschland – zurückzuführen.

  2014 2015
Belgien/Luxemburg2 51.981 48.506
Dänemark 11.747 14.228
Deutschland 206.725 210.353
Frankreich 124.407 135.945
Niederlande 37.465 40.860
Polen 9.105 13.092
Portugal 20.330 19.469
Spanien 51.234 65.883
Unternehmensgruppe 512.994 548.336

1 Die Daten basieren zum Teil auf Schätzungen und Hochrechnungen.
2 ALDI Belgien und ALDI Luxemburg sind rechtlich selbstständige Gesellschaften (siehe „Über diesen Bericht“).

Der „ökologische Fußabdruck“ ist eine Metapher für die Summe des Ressourcenverbrauchs einer definierten Einheit: Dies können Unternehmen sein, aber beispielsweise auch einzelne Menschen, Haushalte, Regionen oder Länder.

Verdichter werden in Kühl- und Kälteanlagen verwendet. Das eingesetzte Kältemittel wird mit dem Verdichter komprimiert, bis es vom gasförmigen in den flüssigen Zustand übergeht. Dabei wird Wärme abgegeben, die über den Lüfter nach außen transportiert wird, und das Kältemittel wird erneut verdampft.

Bei Eisspeichern wird überschüssige Energie zum Gefrieren von Wasser verwendet. Das erzeugte Eis setzen wir später zur Kühlung unserer Produkte ein. Es dient uns so als natürlicher Ersatz klimaschädlicher Kältemittel.

Bei der Betonkernaktivierung wird Beton genutzt, um thermische Energie über ein mit Wasser gefülltes Rohrsystem zu speichern. Diese steht später wiederum zu Beheizung beziehungsweise Kühlung zur Verfügung.

Ein Europaletten-Stellplatz bezeichnet die Grundmaße von 1,2 x 0,8 Metern, die die Palette mit den Waren beim Transport im Lkw einnimmt. Ein Standard-Sattelauflieger bietet eine Ladefläche von 33 Europaletten-Stellplätzen.

Für unser Kundenmagazin ALDI aktuell nutzen wir bereits seit 2012 ausschließlich FSC®-zertifiziertes Recyclingpapier.

Darunter: Forest Stewardship Council (FSC®), Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) oder Blauer Engel

geprüfte Inhalte 2015